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neue Quallen Art identifiziert

Sonntag, August 18th, 2013


Eine rund zwei Zentimeter große Qualle (holotype), welche im Flachwasser des Brunswick River in New South Wales Australien gefunden wurde, hat sich als neue Quallen Art herausgestellt. Wie Dr. Lisa-Ann Gershwin und Ihr Kollege Peter Davie vom Queensland Museum mitteilten handelt es sich dabei nicht nur um eine neue Art welche Bazinga rieki, in Anlehnung an den Namen des Photografen Denis Riek, getauft wurde. Vielmehr wurde diese Qualle einer neuen Gattung (Bazinga) zugeordnet, welche eine neue Unterfamilie der Ordnung Rhizostomeae darstellt.

Bazinga rieki Qualle
© Denis Riek

Der wissenschaftliche Artikel mit allen Einzelheiten wurde auf der Seite des Queensland Museum veröffentlicht und lässt sich dort als PDF (A remarkable new jellyfish (Cnidaria: Scyphozoa) from coastal Australia, representing a new suborder within the Rhizostomeae (416 KB) ) einsehen.

die kleinsten Killer

Dienstag, Juli 20th, 2010


Die Irunkandji Qualle ist eine der kleinsten Quallen , aber auch die giftigste Qualle in den Meeren.  Die Wirkung Ihrer Zellen ist verherrend und nicht selten tödlich.

Obwohl Irukandjis gerade mal ein bis zwei Zentimeter groß werden und im Wasser kaum zu sehen sind, kann eine Berührung mit ihnen lebensbedrohlich sein. Die Symptome – Schmerzen, Übelkeit bis hin zu Atemstillstand – treten meist erst etwa eine halbe Stunde nach dem Kontakt auf. Irukandjis leben in tropischen Gewässern und sind vor allem vor der Küste Australiens häufig. Ihr Name leitet sich von einem Stamm der Aborigines ab.  Die kleinen Tiere gehören zu der Familie der Seewespen und es ist noch sehr wenig über Sie bekannt. Die Tiere sollen neben Australien auch im Golf von Bengalen und bei den Andamanen vorkommen.

Über die Irukandji-Qualle ist jedoch nicht viel mehr als ihr Aussehen bekannt – bislang wurde die kleine Meduse als weniger bedrohlich angesehen. Es musste erst zu den Todesfällen von Jordan und King kommen, um finanzielle Mittel zur Erforschung des Gifttieres zu erhalten. 100.000 Dollar stellte die australische Regierung  dem CRC Reef Research Centre in Townsville zur Verfügung. Weitere 400.000 Dollar steuern touristische Institutionen bei. Die Wissenschaftler hoffen, durch private Sponsoren den schmalen Etat aufstocken zu können. “Wir brauchen dringend Forschungsmittel, um herauszufinden, welche Arten von Quallen es gibt, um ein Gegengift entwickeln zu können.

Die Miniqualle gehört zu der Gattung der Würfelquallen oder Cubozoa, von denen es 15 bekannte Spezies in australischen Gewässern und weltweit 24 gibt. Wie alle Quallen besteht auch die Irukandji zu 95 Prozent aus Wasser und hat weder Herz noch Hirn. Von jeder Ecke des quadratischen Körpers hängt eine mit Giftzellen besetzte, fünf bis 50 Zentimeter lange Tentakel herab, mit denen die Qualle ihre Beute fängt.

Der kleine Killer ist verwandt mit der giftigsten aller Quallen. Die Chironex fleckeri, auch Seewespe genannt, ist von Queensland bis Westaustralien beheimatet und gilt als eines der tödlichsten Tiere der Welt. Während das Gift von Schlangen oder Spinnen Muskeln und Nerven lähmen kann, wirkt das Toxin der Würfelqualle auf das Herz seiner Opfer. Die “Mordende Hand“, so die deutsche Übersetzung des wissenschaftlichen Namens, besteht aus einem etwa 30 Zentimeter großen, quadratischen Körper, von dessen vier Ecken je 15 bis zu zwei Meter lange Tentakeln herabhängen.