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Vom Winde verweht , oder wo ist das Öl

Sonntag, August 22nd, 2010


Nun gut Winde hat es nicht Unterwasser aber Strömungen und wenig Licht, so lässt sich leicht verstecken was man nicht wahrhaben mag. Ganz überschwenglich feiern BP und die amerikanische Regierung den Sieg im Kampf gegen das Öl Drama im Golf von Mexiko. Wie einfach es doch ist sich in die eigene Tasche zu lügen um geschehenes schnell vergessen zu machen. Wie hat es geheißen?  Das Öl ist weg?  Ja ist es auch, jedenfalls ist es nicht mehr zu sehen, und was man nicht sieht gibt es einfach nicht mehr.

BP hat zigtausend Tonnen einer Art Spülmittel auf die Ölteppiche gesprüht um das Öl wie beim Spülmittel auch in feinste Teile zu zerlegen. Diese Öltröpchen sinken dann mit den giftigen Tensiden ab und sind somit von der Wasseroberfläche verschwunden. Die Argumente für den Einsatz dieser Gifte sind die Vermeidung einer großflächigen Verseuchung der Küsten. Gerade das Missisippi-Delta ist besonders schützenswert. Leider treibt man hier den Teufel mit dem Belzebub aus. Im Gegensatz zu all den Beteuerungen von BP haben Wissenschaftler eindeutig belegt dass, das Öl in Form von riesigen Unterwasserwolken im Golf dahintreibt und großflächig Todeszonen entstehen.

(photos: R. Camilli, WHOI)

Ende Mai bzw. Anfang Juni haben Wissenschaftler des Woods Hole Oceanographic Institute einen Tauchroboter in die Tiefen um die versunkene Plattform geschickt. Gestern veröffentlichten die Wissenschaftler Ihren Bericht darüber im Science Magazine und schürten damit erneut die Diskussion um die Berichterstattung von BP und der amerikanischen Regierung. Wie auf den Bildern und nachfolgenden Charts zu sehen ist bewegt sich diese ÖL-Wolke in einer Tiefe von 1100 – 1300 m und hat eine bisher noch unbekannt große Ausbreitung. Die Wissenschaftler tätigten über 5800 Messungen auf ca. 235 km Länge. Verwendet wurden hierzu Massenspektrometer die spezielle Bestandteile des Öl-Tensid Gemisches suchten.

Das Team um  Richard Camilli vom  Woods Hole Oceanographic Institut suchten ebenfalls nach Sauerstoff-Anomalien um die Ausdehnung der Öl Wolke bestimmen zu können.

In den Tiefen – Tabellen ist die Verteilung der Ölwolke  gut zu sehen. Begonnen haben die Wissenschaftler Ihre Messungen wenige Kilometer von der ehemaligen Plattform und führten etwa 35 km weit. Die Mess-Ergebnisse zeigen auch dass  die Wolke sich weiter ausbreitet. Der Sauerstoffabbau in den Wolken deutet aber auch daraufhin, dass das Öl bereits von Mirkoben abgebaut wird. Die hierbei entstehenden sauerstoffarmen Gebiete können aber weite Teile des Golfes schwer in Mitleidenschaft ziehen und erheblichen Einfluss auf die Plankton und Fischproduktion haben. Wieviele dieser Wolken im Golf treiben ist unbekannt. Man geht aber davon aus das etwa 79 % des Öls auf diese Weise abgesunken sind und nun wirklich sehr grosse Gebiete belasten. Fakt ist das dieses Problem nicht mehr bereinigt werden kann. Es stehen schlichtweg keine Geräte oder Techniken zur Verfügung das Wasser in diesen Tiefen zu reinigen.  Die langfristigen Auswirkungen dürften verheerend sein und nicht nur ein Wissenschaftler spricht laut aus was viele denken. Langfristig betrachtet wäre es besser gewesen das Öl an der Oberfläche zu lassen , denn da kann man es wenigstens zum größten Teil abschöpfen und entfernen. Ich persönlich schätze aber das die Option den Verantwortlichen von BP zu teuer war. Tenside sind billig .. sehr billig

Aus

Richard Camilli, Christopher M. Reddy, Dana R. Yoerger, Benjamin A. S. Van Mooy, Michael V. Jakuba, James C. Kinsey, Cameron P. McIntyre, Sean P. Sylva, & James V. Maloney (2010). Tracking Hydrocarbon Plume Transport and Biodegradation at Deepwater Horizon Science : 10.1126/science.1195223

Lichtblick am Golf

Dienstag, Juli 13th, 2010


Ich hab ja schon lange nichts mehr über das Drama im Golf von Mexiko geschrieben. Jeden Tag neue Horror Nachrichten und nicht enden wollende Versuche die Katastrophe in den Griff zu kriegen prägten die Internationale Nachrichten.

Nun scheint es endlich gelungen zu sein das Bohrloch zu schließen. Nach 84 Tage Alptraum ein Lichtblick im Kampf gegen die Ölpest. BP hat nun erneut versucht einen Zylinder über das Bohrloch zu plazieren. 68 Tonnen wiegt das Monstrum das nun das ganze Öl auffangen soll. Wenn alles klappt wird kein Öl mehr ins Meer fließen.

Top Hat 10 heisst dieser neue Versuch und es wird noch etwa 48 Std, dauern bis man sich komplett sicher sein kann das alles geklappt hat. Mittlerweile ist die Ölpest an den Küsten angekommen und hat bereits extreme Schäden an Fauna und Flora angerichtet. Bisjetzt ist es wohl nur Glück das noch kein Hurrikan das Gebiet erreicht hat.


Der Golf

Mittwoch, Juni 23rd, 2010


Nach neuesten Nachrichten strömen nun ja nachwievor Millionen von Liter Öl in den Golf und belasten das sensible Öko System mit jedem Tag mehr und mehr. Schon heute sind die Schäden unübersehbar und es scheint das sich vor allem die DEAD WATER ZONES extrem stark ausweiten, Es gibt viele Berichte darüber das Fische und Meeressäuger in grosse Schwärmen vor dem Öl flüchten.

Es ist ruhig geworden um die Berichterstattung im Golf von Mexiko und es scheint sich jeder damit abgefunden zu haben das es noch Wochen oder Monate dauern wird bis das Loch zu ist.  ich hab euch hier mal ein Video  als kurzer Trip durch den Golf von Mexiko und seinen schönen Unterwassserwelten.


BP Umgang mit einem Unfall

Mittwoch, Juni 16th, 2010


Es ist wirklich zu heulen  sieht man die Bilder der Küsten am Golf von Mexiko, was auf dem Meer los ist kann man da nur erahnen. Gehen wir davon aus das es genauso lange dauern wird das Bohrloch zu schliessen, wie es das bereits 1979 gedauert hat. Die gleiche Firma das gleiche Problem und wieder hat man einige Millionen sparen wollen um nun Milliarden zu verlieren. Vom Schaden an der Natur und den Menschen dort mal ganz abgesehen. Ich finde dieses Video über BP´s Umgang mit der Katastrophe wirklich passend. Es wäre echt zum lachen wenns nicht so traurig wäre…..


BP verschleiert das ganze Ausmaß der Katastrophe…

Samstag, Juni 12th, 2010


Auf Spiegel online gibt es einen neue Artikel über BP Praktiken mit dem Umgang des “Unfalls” Ich hatte bereits vor Wochen berichtet das die genannten ÖL-Mengen die genannt werden einfach nicht sein können. Das wurde schon bei den ersten Video´s klar die es vom Bohrloch gab. Immer noch strömen Millionen Liter Öl aus dem Bohrloch zigtausende Tiere sterben und alles was man so hört sieht mehr als Rätselraten aus als nach dem das die Herren wissen was sie tun.

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BP und der Unfall

Sonntag, Juni 6th, 2010


Seit wenigen Tagen ist BP nun ein kleiner Fortschritt im Kampf gegen das Öl gelungen. Viel zu spät aber wenigstens ein Drittel des  Öls kann nun aufgefangen werden. Wie unprofessionell die BP mit dem Thema umgeht sieht man schon wieder an den Erfolgsmeldungen. Laut deren Aussagen wurden in 24 Std. 950.000 Liter Öl aufgefangen , da dies ein Drittel sein soll geht man also von aus das ca. 3 Millionen Liter Öl täglich ausströmen. Bisschen mehr wie die bisher gemeldeten 800.000 Liter ;-)  Wie das dann aussieht habe ich hier für euch

Na ??  ne Ahnung um was es sich hierbei handelt ?  Ich sags euch es ist eine Lachmöwe die es leider erwischt hat und die Ölkur  sicher nicht überleben wird.

So sieht übrigens das Tier normal aus

Für alle die noch immer nicht genug haben, ist das Video sicher auch was.  Vielleicht schauen sich die Verantwortlichen das auch mal an wenn Sie schon über die Vergabe der Dividenden beraten…..


Watch CBS News Videos Online

Whats next for BP

Sonntag, Juni 6th, 2010



Since the explosion of the oil rig “Deepwater Horizon” on 20 April unhindered large quantities of oil still spill into the Gulf of Mexico. Could this model with a high-resolution ocean model now show that the spilled oil could spread within just a few weeks into the Atlantic.

Thats what scientists have calculated at the National Centre for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder USA, and by the Leibniz Institute of Marine Sciences (IFM-GEOMAR) in Kiel. The researchers predict that the speed of the flow is up to 150 kilometers a day.

Although the model may not be true, it is possibly very likely. Another attempt has failed to plug the hole. It’s a frightening idea how much oil is in the Gulf now…

BP endlich gute Nachrichten ?

Freitag, Juni 4th, 2010


Zur Verhinderung eines Blowouts besitzen Bohr- bzw. Förderanlagen eine Kombination meist mehrerer hintereinandergeschalteter Notventile, die sogenannten Blowout-Preventer (BOP). Sie befinden sich unmittelbar über dem Bohrloch und sollen im Falle eines plötzlichen Überdrucks das Bohrloch sehr schnell abdichten. Dabei handelt es sich um bis zu 15 Meter hohe und mehr als 200 Tonnen schwere Anordnungen übereinanderliegender Ventile, deren Schieber mit hydraulischer Kraft in den Gas- und Flüssigkeitsstrom geschoben werden.

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BP, the never ending story

Donnerstag, Juni 3rd, 2010


As we assumed only a few days ago, the news arrived of another failure in the clean up attempts by BP. The problem now is that the first hurricanes are beginning and no there is no time left to clean things up. Oil spreading up to 10,000 square kilometres further may cause even greater damage than before, the US government has now taken over attempts to seal the well. Although its hard to believe that they can completely destroy every key point in our world within just 12 hours with their military might, and yet such a ridiculously small hole escapes them still…

Wie es wohl weitergeht

Donnerstag, Juni 3rd, 2010



Seit der Explosion der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” am 20. April strömen aus der Tiefsee ungehindert große Mengen Öl in den Golf von Mexiko. Modellrechnungen mit einem hochauflösenden Ozeanmodell zeigen jetzt, dass sich das freigesetzte Öl innerhalb weniger Wochen in den Atlantik ausbreiten könnte. Berechnet haben dies Wissenschaftler vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, USA und vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel. Die Forscher sagen Verschmutzungen an der Küste Floridas voraus. “Die Geschwindigkeit der Strömung liegt bei bis zu 150 Kilometern am Tag”, sagt Claus Böning vom IFM-GEOMAR, “insofern ist diese rasche Ausbreitung nicht wirklich überraschend für uns, sondern bestätigt Abschätzungen aufgrund eigener Kieler Modellrechnungen mit hoch auflösenden Strömungsmodellen”. Entwarnung gibt es für Europa: Durch die starke Verwirbelung des Golfstroms werde sich das Öl weiträumig im Nordatlantik verteilen und die Konzentrationen damit stark absinken, so die Forscher. Aber: “Wenn das Öl bis zum August weiter ungemindert ausströmt, müssen wir möglicherweise unsere momentanen Abschätzungen revidieren”, sagt Martin Visbeck, Leiter der Physikalischen Ozeanographie am IFM-GEOMAR. (NCAR-Prognose)

Meldung aus Scienceticker.info

Diese Modellrechnungen müssen nicht zutreffen, sind aber wohl sehr wahrscheinlich. Wieder ist ein Versuch das Loch zu verschließen gescheitert. Erschreckend die Vorstellung wieviel Öl noch den Golf und den Atlantik verseuchen wird…